In einer zunehmend komplexen und dynamischen Geschäftswelt rücken effiziente und transparente Prozesse in den Mittelpunkt des unternehmerischen Erfolgs. Der Lehrgang Prozessmanagement vermittelt den Teilnehmenden ein umfassendes Verständnis für die Analyse, Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte zu befähigen, Abläufe nicht nur zu dokumentieren, sondern aktiv zu verbessern und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Dabei werden sowohl strategische als auch operative Aspekte des Prozessmanagements behandelt, sodass die Teilnehmenden in der Lage sind, Prozessmanagement als ganzheitlichen Ansatz in ihrem Unternehmen zu verankern.
Der Lehrgang richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Produktion, Dienstleistung und Verwaltung, an Projektleiter und Prozessverantwortliche sowie an Qualitätsmanagement-Beauftragte und interne Auditoren. Auch Mitarbeitende, die mit der Dokumentation oder Optimierung von Abläufen betraut sind, sowie Unternehmer und Organisationsentwickler profitieren von den Inhalten. Vorkenntnisse im Prozessmanagement sind nicht erforderlich, jedoch wird ein grundlegendes Verständnis für betriebliche Abläufe vorausgesetzt.
Der Aufbau des Lehrgangs folgt einer logischen Struktur, die von den Grundlagen bis zur praktischen Umsetzung reicht. Zu Beginn setzen sich die Teilnehmenden mit den elementaren Begriffen und Konzepten auseinander. Sie lernen, was Prozesse eigentlich sind, wie sie sich von Projekten und Funktionen unterscheiden und welche strategische Bedeutung das Prozessmanagement für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens hat. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Perspektivwechsel vom traditionellen Funktionsdenken hin zu einem prozessorientierten Verständnis, bei dem der Wertschöpfungsfluss für den Kunden im Mittelpunkt steht.
Darauf aufbauend erlernen die Teilnehmenden Methoden zur systematischen Erfassung und Darstellung von Prozessen. Sie erfahren, wie Prozesse durch Interviews, Workshops oder Selbstaufschrieb erhoben werden können und wie man sie in Prozesslandkarten und Wertschöpfungsketten übersichtlich abbildet. Ein zentraler Bestandteil ist die Einführung in die Modellierungssprache BPMN 2.0, die als internationaler Standard für die Prozessdarstellung gilt. Die Teilnehmenden üben, Prozesse auf verschiedenen Detaillierungsebenen zu modellieren und lernen die wichtigsten Symbole und Notationselemente wie Ereignisse, Aktivitäten, Gateways und Flüsse sicher anzuwenden.
Nachdem die Prozesse transparent gemacht wurden, widmet sich der Lehrgang der Analyse und Identifikation von Schwachstellen. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Analyseverfahren kennen, darunter die Wertstromanalyse, die Prozesskostenrechnung und Zeitanalysen. Sie werden dafür sensibilisiert, Brüche, Medienbrüche, Doppelarbeiten und Wartezeiten zu erkennen und zu bewerten. Methoden wie die 5-Why-Technik oder das Fischgrätendiagramm helfen dabei, Ursachen für Probleme zu identifizieren. Auch die Prinzipien des Lean-Managements zur Erkennung von Verschwendung werden vermittelt, ebenso wie die Bewertung von Prozessrisiken.
Auf Basis der Analyseergebnisse geht es im nächsten Schritt um die Entwicklung von optimierten Soll-Prozessen. Die Teilnehmenden lernen Methoden der Prozessoptimierung kennen, darunter Kontinuierliche Verbesserungsprozesse, Kaizen und Grundlagen des Six Sigma. Sie erfahren, wie Lean-Methoden wie 5S, Poka Yoke oder Just-in-Time in der Praxis angewendet werden können und wo Potenziale für Automatisierung liegen. Da Prozessveränderungen oft auf Widerstände stoßen, werden auch Aspekte des Change-Managements behandelt. Die Teilnehmenden erhalten Werkzeuge an die Hand, um Mitarbeitende in Veränderungsprozesse einzubinden und Kommunikation zielgerichtet zu gestalten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Prozesscontrolling und der Messbarkeit von Prozessleistungen. Die Teilnehmenden lernen, geeignete Prozesskennzahlen zu entwickeln, die Aussagen über Qualität, Zeit und Kosten ermöglichen. Sie erfahren, wie ein Prozesscontrolling aufgebaut wird und wie Prozessaudits und regelmäßige Reviews zur Sicherung der Prozessqualität beitragen. Die Institutionalisierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses wird ebenso thematisiert wie die Einführung von Prozessmanagement-Software zur Unterstützung der täglichen Arbeit.
Zielgruppe
Mitarbeitende sozialer Einrichtungen/Sozialbehörden, selbstständige Betreuer/innen, Vereinsbetreuer/innen, Fachanwälte für Sozialrecht
EQR-Niveau
Gemäß European Qualifications Framework wurde dieser Kurs auf Level 6 eingestuft. Die Komplexität des Kurses ist mit einem Master-Studium vergleichbar.
Lehrdesign
Die Inhalte dieser Weiterbildung werden per Onlineunterricht (Live Seminare) vermittelt.
Technische Voraussetzungen entnehmen Sie bitte dem FAQ.
Eine Ratenzahlung kann im weiteren Verlauf ausgewählt werden.
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6.000,00€Preis
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